Windpark Boskovice
Unser Wind für unsere Zukunft

Das Projekt 

Wir, die ImWind, planen in der Region südlich der Gemeinde Boskovice in Südmähren einen Windpark mit bis zu 10 modernen Windkraftanlagen. Das Potenzialgebiet befindet sich in einem Wald, der das Grenzgebiet unterschiedlicher Gemeinden markiert.

Das Projektgebiet eignet sich seit langer Zeit für Windkraftnutzung. Dies wurde im Rahmen einer Potenzialanalyse von Experten und Experteninnen aus den Fachrichtungen der Biologie, Komponentenanlieferung, Windmessung und Bautechnik bestätigt. 

Für den geplanten Windpark wird die unterschiedliche Topographie des Geländes gezielt genutzt. Durch den Einsatz verschiedener Anlagentypen und individuell angepasster Nabenhöhen kann die Energieausbeute jeder Turbine optimal an das jeweilige Geländeprofil angepasst werden. So wird das Potenzial des Standorts effizient ausgeschöpft und eine möglichst hohe Stromproduktion gewährleistet.

Bei der Planung unserer Windparks legen wir großen Wert auf eine transparente Kommunikation und einen Austausch mit den Gemeinden und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

Um diesem Anliegen gerecht zu werden, haben wir für die Bürgerinnen und Bürger und allen anderen Interessierten diese Projektwebseite erstellt. 

Fakten & Zahlen

 10 Windkraftanlagen

der neuesten Generation

48,2

Megawatt (MW) Gesamtleistung

37.200

Durchschnittliche Haushalte können so jährlich versorgt werden

66.000 Tonnen

CO₂Einsparung pro Jahr, entspricht dem CO2 Ausstoß von rd. 27.200 PKWs

Windkraft im Wald

Die Erhaltung von natürlichen Lebensräumen für die lokale Flora & Fauna nimmt eine zentrale Rolle bei jedem erneuerbaren Energieprojekt ein. Umfangreiche Prüfungen durch unabhängige Sachverständige für die Bereiche Schall, Ökologie und Statik sind im Rahmen der sogenannten Umweltverträglichkeitsprüfung verpflichtend vorgesehen. So auch für dieses Projekt. 

In den letzten Jahren konnte man hautnah erleben, wie die Wälder um Boskovice dem Borkenkäfer und orkanartigen Stürmen zum Opfer fielen. Die immer trockeneren Verhältnisse durch den Klimawandel begünstigen die rasche Ausbreitung des Käfers, der die heimischen Hölzer massiv schädigt. Satellitenaufnahmen im Jahresverlauf zeigen ganz klar das Ausmaß des Kahlschlags.

Durch gezielte Aufforstungsmaßnahmen, die im Zuge der Realisierung des Projektes in der Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegt werden, wird dem Wald die Möglichkeit gegeben, sich zu erholen und gleichzeitig Strom aus der Region für die Region zu erzeugen.

Für weitere Informationen zum Borkenkäfer und seinen Auswirkungen auf die Wälder verweisen wir auf dieses Video.

Satelitenaufnahmen 2017 und 2022

© Screenshot/Google© Screenshot/Google
© Screenshot/Google© Screenshot/Google
Zeitraffer Boskovice

Wissenswertes zur WAldWindkraft

 

  • Der biologische Hauptaktivitätsraum im Wald geht vom Boden bis knapp über die Baumspitzen (also bis ca. 50 m über dem Boden). ​
  • Die Windrad-Flügel Unterkante befindet sich auf mindestens 73 Meter über dem Boden, dh. es sind mindestens 23 Meter zwischen biologischem Hauptaktivitätsraum und Windradflügel.​
  • Im Vergleich zum offenen Land ist im Wald auf der Höhe der Windradflügel weniger biologische Aktivität vorzufinden.​
  • Sollten im Rahmen der Bauarbeiten Rodungen oder Baumfällungen notwendig sein, erfolgt eine entsprechende Wiederaufforstung in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Ziel ist es, den betroffenen Naturraum langfristig zu erhalten und ökologisch nachhaltig weiterzuentwickeln.
  • Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass sich Windenergie und Waldnutzung gut miteinander vereinbaren lassen. Insbesondere in Deutschland sind bereits zahlreiche Windenergieanlagen in Waldgebieten erfolgreich in Betrieb. Diese Beispiele belegen, dass eine nachhaltige Energiegewinnung im Einklang mit forstwirtschaftlicher Nutzung und ökologischen Anforderungen möglich ist.

Mehrwert für die Bevölkerung und gemeinde

Der Bau des Windparks bietet der lokalen Bevölkerung einen vielschichtigen Mehrwert, der über die reine Energieerzeugung hinausgeht. Ein zentraler Vorteil ist die finanzielle Stärkung der Kommunen durch eine wertgesicherte, jährliche Infrastrukturabgabe, die direkt in die Kassen der Gemeinden fließt. Wirtschaftlich profitiert die Region zudem durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine gesteigerte regionale Wertschöpfung.

Darüber hinaus leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Energiewende, indem es Haushalte und Industriebetriebe mit sauberem Strom versorgt und so den für das Jahr 2033 angestrebten Kohleausstieg aktiv unterstützt. Neben diesen ökonomischen und ökologischen Aspekten wertet der Windpark das touristische und pädagogische Angebot auf: Bestehende Wander- und Radwege werden um einen speziellen Lehrpfad „Natur und Technik“ sowie einen Erlebniswanderweg ergänzt, was die Region sowohl für Touristen als auch für Schulgruppen als Ausflugsziel attraktiver macht.

Standort Windpark Boskovice

Blickpunkte

Geprüfte Visualisierungen

Hier finden Sie fachlich geprüfte und belastbare Aufnahmen. Die untenstehenden Aufnahmen entsprechen der tatsächlichen Erscheinung bei sonnigen und leicht bewölkten Verhältnissen.

Die Visualisierungen werden mit einer von den Behörden und zuständigen Sachverständigen zur Prüfung der Umweltverträglichkeit anerkannten Software (WindPRO) erstellt. Die zugrunde liegende Methodik umfasst unter anderem die Georeferenzierung, die Berücksichtigung von Höhenmodellen und Sichtachsen sowie die fotorealistische Integration der geplanten Anlagen in das Landschaftsbild. Darüber hinaus fließen atmosphärische Bedingungen, Beleuchtungsszenarien und perspektivische Verzerrungen in die Berechnungen ein, um eine realitätsnahe Darstellung zu ermöglichen. 

Sofern wenige bis keine Anlagen sichtbar sind, hängt dies mit der Distanz der Anlagen vom Blickpunkt bzw. der fehlenden Einsehbarkeit durch die umliegende Landschaft zusammen.  

Blickwinkel "Bos 1": Stadtplatz

© ImWind

Blickwinkel "Bos 2": Burg

© ImWind

Blickwinkel "Bos 4"

© ImWind

Blickwinkel "Uje 1" Dorfrand

© ImWind

Blickwinkel "Uje 2"

© ImWind

Mythen, Häufig gestellte fragen und Fakten 

Schadet der Windpark der Tierwelt, insbesondere Vögeln und Fledermäusen?

Der Schutz von Wildtieren ist ein essenzieller Bestandteil der Planungs- und Genehmigungsverfahren. Für jeden Windpark werden umfangreiche Artenschutzgutachten erstellt, um mögliche Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse zu bewerten und entsprechende Schutzmaßnahmen zu setzen.

Vogelschutz
Bestimmte Vogelarten, insbesondere Greifvögel, werden besonders berücksichtigt. Falls eine Gefahr für die Populationen besteht, werden Schutzmaßnahmen vorgesehen.

Fledermausschutz
Fledermäuse fliegen vor allem in der Dämmerung. Daher werden Windräder bei bestimmten Wetterbedingungen oder in bestimmten Zeitfenstern automatisch abgeschaltet, um Kollisionen zu vermeiden. Diese Maßnahmen haben nachweislich dazu beigetragen, das Risiko für Fledermäuse erheblich zu reduzieren.

Laut Studien sind Straßen, Katzen, Stromleitungen und Glasfassaden für Vögel eine deutlich größere Gefahr als Windräder, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen beachtet werden.

Führt der Windpark zu einer Rodung großer Waldflächen?

Der Bau von Windkraftanlagen unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben. In forstwirtschaftlich genutzten Wäldern müssen Eingriffe so gering wie möglich gehalten werden.

Die betroffenen Flächen sind in der Regel bereits bewirtschaftete Waldgebiete, keine unberührten Naturwälder oder Schutzgebiete. Die Rodung beschränkt sich auf die unmittelbar benötigten Flächen für die Anlagen und Zufahrtswege. Diese Eingriffe werden durch verpflichtende Aufforstungs- oder Ersatzmaßnahmen ausgeglichen.

Ein großer Vorteil dieses Projektes ist, dass ein Großteil der Zuwegung über das bereits bestehende Straßennetz im Forstrevier abgewickelt werden kann.

Eine einzelne Windkraftanlage benötigt etwa 0,5 Hektar Fläche inklusive der zugehörigen Infrastruktur. Im Vergleich dazu nehmen Infrastrukturbauten wie Straßen oder Gewerbegebiete deutlich größere Flächen in Anspruch.

Was ist der Mehrwert für die Bevölkerung in der Region?

Der Bau des Windparks bietet der lokalen Bevölkerung einen vielschichtigen Mehrwert, der über die reine Energieerzeugung hinausgeht. Ein zentraler Vorteil ist die finanzielle Stärkung der Kommunen durch eine wertgesicherte, jährliche Infrastrukturabgabe, die direkt in die Kassen der Gemeinden fließt. Wirtschaftlich profitiert die Region zudem durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine gesteigerte regionale Wertschöpfung.

Darüber hinaus leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Energiewende, indem es Haushalte und Industriebetriebe mit sauberem Strom versorgt und so den für das Jahr 2033 angestrebten Kohleausstieg aktiv unterstützt. Neben diesen ökonomischen und ökologischen Aspekten wertet der Windpark das touristische und pädagogische Angebot auf: Bestehende Wander- und Radwege werden um einen speziellen Lehrpfad „Natur und Technik“ sowie einen Erlebniswanderweg ergänzt, was die Region sowohl für Touristen als auch für Schulgruppen als Ausflugsziel attraktiver macht.

Beeinträchtigen Windräder die Gesundheit der Anwohner?

Windkraftanlagen erzeugen Schall, doch die gesetzlichen Grenzwerte stellen sicher, dass er für Anwohner unbedenklich bleibt.

Hörbarer Schall
Die Geräuschentwicklung moderner Windräder ist durch strenge Lärmschutzvorschriften begrenzt. Die WHO empfiehlt einen Schallpegel von 40 Dezibel (dB) bei Wohngebäuden in der Nacht nicht zu überschreiten – vergleichbar mit einem Flüstern oder einer ruhigen Wohnstraße.

Infraschall
Infraschall ist Schall mit einer Frequenz unterhalb des menschlichen Hörbereichs. Er kommt in der Natur häufig vor, etwa durch Wind oder Meereswellen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der von Windrädern erzeugte Infraschall in den üblichen Abständen zu Wohngebieten weit unter der Wahrnehmungsschwelle liegt.

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Windkraftanlagen negative gesundheitliche Auswirkungen haben, wenn die gesetzlich festgelegten Abstände zu Wohngebieten eingehalten werden.

Wie stark wird das Landschaftsbild verändert?

Die Wahrnehmung von Windrädern ist subjektiv. Manche Menschen empfinden sie als Eingriff in das Landschaftsbild, während andere sie als Zeichen für den Fortschritt in der nachhaltigen Energieversorgung sehen.

Planungsrichtlinien stellen sicher, dass Windräder möglichst harmonisch in die Landschaft eingebunden werden. Dazu gehören:

  • Mindestabstände zu Siedlungen
  • Begrenzungen der zulässigen Höhe je nach Gebiet
  • Gezielte Anordnung der Anlagen, um eine übermäßige optische Beeinträchtigung zu vermeiden

Ein Vorteil gegenüber anderen Eingriffen in die Landschaft ist, dass Windkraftanlagen nach Ende ihrer Betriebszeit rückgebaut werden können. Im Gegensatz zu Straßen oder Siedlungen kann die Natur also vollständig zurückkehren.

Was passiert mit den Windrädern nach ihrer Betriebszeit?

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Windrads beträgt bis zu 30 Jahre. Danach gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Repowering – Alte Anlagen werden durch modernere, leistungsfähigere und leisere Windräder ersetzt. Dadurch kann mit weniger Anlagen mehr Strom erzeugt werden.
  2. Rückbau – Die Windkraftanlage wird vollständig entfernt, und die betroffenen Flächen werden renaturiert.

Betreiber sind gesetzlich verpflichtet, Rücklagen für den Rückbau zu bilden. Dadurch wird sichergestellt, dass alte Anlagen nicht ungenutzt stehen bleiben.

Die meisten Bestandteile einer Windkraftanlage, wie der Stahlmast oder der Generator, können recycelt werden. 

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen aus glasfaserverstärktem Epoxidharz und Kohlenstofffasern. Am Ende ihrer langen Einsatzzeit werden sie nach den gesetzlichen Vorgaben in einem Recyclingprozess aufbereitet. Dabei werden die Rotorblätter geschreddert und als Zusatzstoff in der Zementindustrie weiterverwendet (faserverstärkter Beton). Auch eine thermische Verwertung ist möglich.

Die Branche arbeitet kontinuierlich an neuen Lösungen, um das Recycling weiter zu verbessern und die Nachhaltigkeit von Windkraftanlagen weiter zu erhöhen.

Entstehen durch Windräder Mikroplastik-Emissionen?
Blinken Windräder die ganze Nacht? – Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung
Kann es bei Windrädern zu Eisabfall kommen?

Ein seltenes, aber mögliches Ereignis bei Windkraftanlagen ist der Eisabfall von den Rotorblättern. Dieses tritt auf, wenn sich bei sehr niedrigen Temperaturen Eis auf den Rotorblättern bildet. Das Eis kann sich dann bei steigenden Temperaturen oder durch die Bewegung der Rotoren lösen und zu Boden fallen. Solche Vorkommnisse sind in der Regel nur bei sehr kalten Winterbedingungen oder starker Frostbildung zu beobachten.

Eisabfall ist kein Phänomen der Windkraft, sondern kommt alltäglich in unserem Lebensumfeld vor (zB. hohe Gebäude, hohe Bäume, Handymasten, usw.). 

Wie wird Eisabfall verhindert?
Moderne Windkraftanlagen sind mit Technologien ausgestattet, die das Risiko von Eisabfall minimieren:

  • Heizsysteme in den Rotorblättern verhindern das Anhaften von Eis.
  • Drehzahlregelungen sorgen dafür, dass die Rotorblätter nicht bei extrem niedrigen Temperaturen mit hoher Geschwindigkeit drehen, was den Eisaufbau begünstigen könnte.
  • Wetterüberwachungssysteme erkennen Frostbedingungen und steuern die Anlagen entsprechend, sodass das Risiko von Eisbildung minimiert wird.

Gibt es Sicherheitsvorkehrungen?
Falls trotz dieser Maßnahmen Eis auf den Rotorblättern entsteht, gibt es Sicherheitsvorkehrungen, die den Eisabfall verhindern:

  • Automatische Abschaltung der Windkraftanlagen bei extremen Wetterbedingungen. Der Betrieb wird gestoppt, bevor Eis abgeworfen werden kann.
  • Sicherheitszonen um die Windkraftanlagen verhindern, dass sich Menschen oder Fahrzeuge in gefährdete Bereiche bewegen.

Fazit:
Obwohl Eisabfall theoretisch ein Risiko darstellt, kommt es in der Praxis nur selten vor. Dank moderner Technologien und präventiver Sicherheitsmaßnahmen wird das Risiko auf ein Minimum reduziert. Regelmäßige Wartung und eine frühzeitige Wetterüberwachung stellen sicher, dass Windkraftanlagen sicher betrieben werden.

Warum wird der Windpark im Wald gePlant?

Die Standortwahl für Windkraftanlagen erfolgt nach klaren Kriterien. Dazu gehören:

  • Windhöffigkeit – also die Stärke und Häufigkeit des Windes an einem Standort und
  • Raumordnung und Flächenwidmung, die in den jeweiligen Bundesländern klar geregelt sind.

Wichtig ist, dass Windkraftanlagen nur dort errichtet werden, wo es rechtlich erlaubt und umweltverträglich ist.

Bevor ein Windpark genehmigt wird, ist eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig. Dadurch wird sichergestellt, dass der Eingriff in die Natur auf ein Minimum beschränkt bleibt und ökologische Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden.

Ihre Ansprechpartner für das Projekt

Laya Trauttmansdorff-Weinsberg

Projektentwicklung

Email: ltw@imwind.at

Markus König-Solta

Leitung International Business Development

Email: koe@imwind.at